Articles by kuvendavid

Rechtliche Grundlagen zum Thema Aktienmarkt und Finanzen

Die Regulierung und rechtlichen Grundlagen von digitalen Optionen

Mit dem Aufkommen von Optionsbrokern im Jahr 2012 hat sich viel verändert in der Tradingwelt. Seit 2015 und den Fällen von Uli Hoeneß, der sich ebenfalls mit dem Thema Trading und Börse beschäftigte fragen sich viele Menschen:

Ist der Handel mit Aktien und Optionen eigentlich legal?

Wir von kuven-david.de haben nachgeforscht und recherchiert. Hier sind unsere Ergebnisse. Woran kann gemessen werden ob etwas “legal” oder “nicht-legal” ist? Ganz einfach – der Gesetzesgeber bestimmt das, in unserem Fall der deutsche Staat. Sind laut dem deutschen Staat der Handel mit zum beispiel binären Optionen legal? Natürlich! Denn nirgends steht geschrieben, dass es verboten ist. Aber HALT!

Und hier kommt etwas anderes ins Spiel: Die Europäische Union. Denn da das Thema Finanzen ein so heikles Thema ist, reichen nicht einfache Gesetzesgebungen vom Staat sondern Europaweite Regulierungen durch Finanzaufsichten.

Der Markt ist strikt reguliert

Um als Broker erstmal daran zu denken öffentlich auf den Markt zu gehen braucht er je nach Art des Handels verschiedene Regularien. Als Forex bzw. besser bekannt als Währungshandel Broker braucht man um nur Kunden zu zu lassen eine CySeC Regulierung bzw. eine Mindesteinlage von 500.000 Euro. Nicht schwer zu erraten, dass solche Broker keine Start Ups sind sondern meistens von großen Firmen gesponsert werden.

Beim binären Optionshandel beispielsweise sieht es anders aus. Anders als beim Forex Markt ist dieser Markt sehr neu und demnach noch nicht so streng reguliert. Ein Broker “Darf” dort unreguliert auftreten. Jedoch kommt dies selten vor, denn die meisten Trader wissen, dass Ihr Geld lediglich bei einem Reguliertem Broker wirklich sicher angelegt ist.

Situation in der USA

CySeC Regulierung von BDB

CySeC Regulierung von BDB

In den USA sieht es dementsprechend aber komplett anders aus. Paradoxerweise wo der amerikanische Markt generell nicht so reguliert ist wie bspw. der deutsche greifen die Amerikaner bei Finanzprodukten dafür doppelt durch. So kam es im Juni 2013 dazu, dass der bekannte etablierte Broker Banc de Binary von der CTFC (Commodity Futures Trading Commission) und der SEC (Securities and Exchange Commission) beschuldigt wurde, unreguliert in den USA tätig zu sein. Es folge ein langer Rechtsstreit mit dem Resultat, dass Banc de Binary auf Ihrer Homepage bekannt gaben von nun an keine amerikanischen Trader mehr zu akzeptieren.
Laut dem Portal binaeroptionen.de sei Banc de Binary immer noch in Kontakt mit der CFTC sowie der SEC um auf dem amerikanischen Markt Fuss zu fassen.

Fazit zur Legalität von Tradingderivaten

Wie bei vielen finanziellen Produkten ist es auch bei Tradingderivaten nicht anders: Die Regulierung ist teilweise sehr schwammig und speziell für Anfänger oft nicht einfach zu durchblicken. Was raten wir? Sollten Sie Interesse haben Ihr Hab und Gut in Optionen oder Aktien zu stecken dann empfehlen wir Ihnen sich erst einmal schlau zu machen über Regulierungen, Regulierte Broker wie BDSwiss oder Banc de Binary zu verwenden und mit einer niedrigen Mindesteinlage zu starten.

Ja was ist denn mit Hamburg los?

Rechtliche Geschichte der Stadt Hamburgs

Hamburg ist vieles. Die Stadt an der Elbe. Die Heimat einer großen Zeitung. Eine große Hafenstadt in Europa. Sowie eine beliebte Stadt bei Touristen und ideal für ein Studium. Allerdings ist Hamburg auch berüchtigt, für seinen Kiez und die dort herrschende kühle Atmosphäre. Damit ist weniger das hanseatisch, manchmal stoische gemeint, sondern vielmehr das Klima, zum Beispiel rund um die große Freiheit.

Ein Internetstar

Klar, dass es auch im Internet einige Videos zu diesem Thema gibt. Ein bekanntes Video etwa beinhaltet die Worte: „Hast du ein Problem“? Und wenig später landet die Hand von Stefan Hentschel im Gesicht eines Unbekannten. Der ehemalige Zuhälter und Boxer verstarb im Jahr 2006 und bis heute halten sich hartnäckig Gerüchte um seinen Tod. Diese Geschichte wird manchmal als bezeichnend dargestellt, für den Flair, der in manchen Teilen von Hamburg herrscht.

Packendes Drama um eine junge Türkin

Auch der Regisseur Faith Akin hat in seinem Drama „Gegen die Wand“ die Hansestadt als Spielort ausgesucht. In dem Film, der nicht für schwache Nerven ist, geht es in weiten Teilen um Gewalt und die Lust auf ein neues Leben. Letzteres dürfte für viele Personen auch der Grund sein, warum sie kriminell werden. Denn freiwillig werden die wenigsten kriminell.

Diebstahl steht an erster Stelle

Und so gibt es auch in Hamburg viel zu tun, für die Rechtsgelehrten. Polizisten haben natürlich einen anstrengenden Job aber auch ein Rechtsanwalt in Hamburg hat mit harten Fällen zu tun, die manchmal Zuneigung erfordern, wenn niemand mehr bereit ist, diese zu geben. Gründe hierfür sind nur schwer zu benennen.

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Denn es gibt viele Straftaten, die erst gar nicht angezeigt werden. Dieses wurde auch so benannt, denn die Dunkelziffer ist hoch. Ebenso, wie die Anzahl der Delikte im Jahr 2014. Diese betrug beinah 240.000 Fälle, wobei der Löwenanteil Diebstahl ausmacht, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten.

Geld zieht Neider an

Hier zeigt sich, dass da wo Geld ist, auch oft der Drang ist von anderen Menschen, genau dieses Geld zu bekommen. Denn bekanntlich ist Hamburg eine Stadt mit wohlhabenden Menschen. Genauso gut gibt es aber auch die andere Seite der Medaille und in einigen Ecken und Winkeln der Stadt herrscht Armut vor, wie zum Beispiel in den sogenannten „Esso – Häusern“, welche mittlerweile abgerissen wurden und wo nun der Kampf um das nächste Bauprojekt herrscht.

Wofür steht Hamburg?

So ist Hamburg eine Stadt mit vielen Gesichtern. Es ist eine lebenswerte Stadt, die Einheimische stolz macht und Studenten anzieht. Aber auch Touristen kommen gerne nach Hamburg. Wahrscheinlich weltbekannt ist die Reeperbahn, auf der ein ganz besonderer Ton herrscht und wo andere Umgangsformen gelten. Das zeigt sich unter anderem auch in der Kriminalstatistik, wobei Hamburg nicht zu den zehn kriminellsten Städten in Deutschland gehört. Allerdings kann sich ein Rechtsanwalt in Hamburg wahrscheinlich nicht über zu wenig Arbeit beklagen.
Hervorzuheben ist hier die geringe Anzahl von Mordfällen. Diese lang im Jahr 2014 bei zehn Fällen und somit ist Mord das Delikt, was am zweit seltensten vorkam. Die wenigsten Fälle machten Raubüberfälle auf Postfiliale oder Geldinstitute aus.

GmbH und Co. KG – Wo liegt der Unterschied?

Der kleine Bruder der GmbH? Co. & KG – was heißt das?

Die GmbH & Co. KG ist eigentlich eine KG. Der wesentliche Unterschied ist, dass der Komplementär keine natürliche Person ist, sondern eine GmbH.

Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass die Haftungsrisiken des Komplementärs begrenzt werden, da die GmbH, wie oben dargelegt, ausschließlich mit ihrem Gesellschaftsvermögen haftet und die Gesellschafter der GmbH dieser nur mit ihrer Stammeinlage haften. Dadurch kann man die unbeschränkte Haftung des Komplementärs umgehen.

Diese Gesellschaftsform ist gut nutzbar, um Eigenkapital zu beschaffen, in dem man Dritte als weitere Kommanditisten beteiligt, die dann wiederum nur mit ihrer Einlage und ebenfalls nicht darüber hinaus persönlich haften. Die GmbH & Co. KG ist daher eine häufig gewählte Gesellschaftsform für geschlossene Fonds aller Art, wobei die Anleger üblicherweise nicht direkt Kommanditisten werden, sondern über eine Treuhandkommanditistin beteiligt lawyersind.

Der Nachteil ist, dass durch den faktischen Wegfall der persönlichen Haftung des Komplementärs die Kreditwürdigkeit bei Banken deutlich eingeschränkter ist, als bei einer reinen KG. Zudem besteht ein höherer Bilanzierungsaufwand, da sowohl für die GmbH als auch für die KG Bücher geführt und Abschlüsse erstellt werden müssen. Außerdem kann die Vergütung des Geschäftsführers der GmbH steuerlich nicht als Betriebsausgabe der KG angerechnet werden, mindert also nicht den zu versteuernden Gewinn der KG.

Fazit

Wie bereits eingangs erwähnt, ist dies keinesfalls eine vollständige Darstellung der Gesellschaftsformen. Jede Gesellschaftsform bietet Vor- und Nachteile und für unterschiedliche Unternehmungen sind in unterschiedlichen Situationen verschiedene Aspekte wichtig. Eine Lösung von der Stange ist daher nicht möglich und auch nicht zu empfehlen. Wir beraten individuell und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Zögern Sie nicht, bei Fragen an uns heranzutreten.

Beschränkte Haftung? Was ist das und wie funktioniert das?

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Die GmbH ist, um dies vorweg zu nehmen, keine Personengesellschaft, sondern eine Kapitalgesellschaft. Wir nehmen sie jedoch in unsere Erklärungs-Liste hier auf, da sie zum einen große Bedeutung im Rechtsverkehr in Deutschland hat und zum anderen das Verständnis darüber wichtig ist, um die weitere Personengesellschaft der GmbH & Co. KG zu verstehen.

Die GmbH ist eine eigene Rechtspersönlichkeit und partei-und prozessfähig. Sie ist sowohl gewerbe- als auch körperschaftssteuerpflichtig und unterliegt sowohl den Vorschriften des HGB zur Buchführung als auch den Sondervorschriften des GmbHG.

Die Einmannfirma, ganz offiziell

Die Gründung ist als Einpersonengesellschaft möglich (sog. Einmann-GmbH), der Gesellschafter ist in dem Fall gleichzeitig der Geschäftsführer. Es können jedoch beliebig viele Personen eine GmbH gemeinsam gründen oder dieser beitreten. Für die Gründung ist ein Gesellschaftsvertrag (Satzung) erforderlich, der mindestens den Firmennamen, den Firmensitz, den Gesellschaftsgegenstand, die Höhe des Stammkapitals sowie die Übernahme der Stammeinlagen durch die Gesellschafter beinhalten muss. Es ist jedoch wie bei jeder Gesellschaft sinnvoll, möglichst viel im Gesellschaftsvertrag zu regeln. Der Gesellschaftsvertrag muss notariell beurkundet werden. Die Eintragung ins Handelsregister erfordert zudem eine notariell beglaubigte Handelsregisteranmeldung.

Vor dem Abschluss des notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrags ist das Unternehmen eine sog. Vorgründungsgesellschaft, also faktisch eine GbR mit dem Gesellschaftszeck der GmbH-Gründung. In dieser Phase haften die Gesellschafter persönlich mit ihrem Vermögen für die Verbindlichkeiten der Vorgründungsgesellschaft.

Ab dem Zeitpunkt der notariellen Beurkundung des Vertrages ist die Gesellschaft bis zur Eintragung in das Handelsregister eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gründung (sog. Vor-GmbH). Die Verbindlichkeiten der Vor-GmbH werden aus dem bereits eingezahlten Stammkapital bedient. Es besteht eine Haftungskontinuität zwischen der Vor-GmbH und der GmbH.

Die Anmeldung hat dann beim Registergericht des Sitzes der Gesellschaft zu erfolgen. Für diese müssen mindestens ein Viertel des Geschäftsanteils und mindestens die Hälfte des Mindeststammkapitals eingezahlt sein. Mindeststammkapital der GmbH sind € 25.000. Diese können auch durch Sacheinlagen erbracht werden, solange der GmbH zur freien Verfügung stehen. Im Gesellschaftsvertrag muss der Wert der Sacheinlage als Geldbetrag angegeben werden.

Die GmbH wird nach außen von dem Geschäftsführer vertreten, wobei mehrere Geschäftsführer bestehen können. Der Geschäftsführer kann, muss aber kein Gesellschafter sein.

Der Geschäftsführer wird üblicherweise mit einem Dienstvertrag angestellt. Der / die Geschäftsführer führen die Geschäfte der GmbH nach Weisungen der Gesellschafterversammlung und im Rahmen der Satzung und dem Gesetz. Die Geschäftsführer haben gegenüber Dritten unbeschränkte und auch unbeschränkbare Vertretungsmacht.

Die Gesellschafter üben ihrer Rechte über die Gesellschafterversammlung aus, die für alle Angelegenheiten der GmbH zuständig ist, soweit nicht die Satzung oder das Gesetz etwas anderes vorschreibt.

Die Haftung der Gesellschafter erstreckt sich ausschließlich auf ihr Gesellschaftsvermögen. Das Privatvermögen der Gesellschafter bleibt also völlig unberührt. Dies ist der wesentliche Vorteil der GmbH. Gehen die Forderungen und Verbindlichkeiten über das Gesellschaftsvermögen hinaus, hat der Geschäftsführer Insolvenz anzumelden. Wird dies verzögert, macht sich der Geschäftsführer einer Insolvenzverschleppung strafbar.

Das Insolvenzverfahren führt zur Auflösung der Gesellschaft. Daneben führen unter anderen folgende Gründe zur Auflösung:

Worauf muss man achten?

• Ablauf der im Gesellschaftsvertrag bestimmten Zeit,
• Beschluss der Gesellschafter (mehr als 3/4 der Gesellschafterversammlung),
• durch gerichtliches Urteil.
Die Liquidation der Gesellschaft sowie die endgültige Auflösung müssen im Handelsregister eingetragen werden.

Die Kommanditgesellschaft (KG)

Welche Risiken gibt es bei der Kommanditgesellschaft?

Die Kommanditgesellschaft ist eine Mehrpersonengesellschaft zum Betrieb eines Handelsgewerbes, bei der mindestens ein Gesellschafter persönlich haftet und einer oder mehrere Gesellschafter beschränkt haften. Die KG ist rechtsfähig und parteifähig im Prozess.

Die Gründung erfolgt durch Gesellschaftsvertrag und muss ins Handelsregister eingetragen werden. Es müssen auch immer zwei Gesellschafter bestehen, es kann also nicht ein Gesellschafter gleichzeitig Geschäftsführer und der einzige Kommanditist sein. Der Firmenname ist bei der KG frei wählbar, es muss also nicht der Name der Gesellschafter verwendet werden. Einzige Einschränkung ist, dass der Name nicht über die Haftungsverhältnisse im Unternehmen in die Irre führen darf.

Die KG ist sowohl gewerbe- als auch umsatzsteuerpflichtig, wobei die bereits bei den anderen Gesellschaftsformen genannten Freibeträge auch hier gelten.

Der persönlich haftende Gesellschafter wird Komplementär genannt. Er ist der geschäftsführende Gesellschafter, hat also die Geschäftsführungsbefugnis, im Gesellschaftsvertrag kann diese für das Innenverhältnis genau ausgestaltet, also auch beschränkt oder erweitert werden. Der Komplementär haftet mir seinem Privatvermögen unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

Was oder Wer ist der Kommanditist?

Der Kommanditist hingegen leistet lediglich eine Einlage und haftet nicht mit seinem Vermögen gegenüber Dritten. Einzige Ausnahme ist, wenn die Kommanditeinlage nicht bis zu Höhe der Haftsumme eingezahlt oder wieder ausgeschüttet wurde. In diesem Fall haftet der Kommanditist persönlich bis zur Höhe der eingetragenen Haftsumme. Dafür steht dem Kommanditist keine Geschäftsführungsbefugnis zu, er kann also nur beschränkt durch Gesellschafterbeschlüsse am Handeln der Gesellschaft mitwirken. Es kann jedoch im Gesellschaftsvertrag oder durch Gesellschafterbeschluss geregelt werden, ob einzelnen Kommanditisten Prokura erteilt werden soll.

Auch bei dieser Gesellschaftsform sollte grundsätzlich möglichst viel im Gesellschaftsvertrag geregelt werden, um Streitigkeiten vorzubeugen und Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. So können auch hier besondere Regelungen für die Unternehmensnachfolge oder das Ausscheiden eines Gesellschafters, für den Erbfall oder für die Auflösung der Gesellschaft nach Wunsch der Gesellschafter getroffen werden.

Die Vorteile der Kommanditgesellschaft sind, dass eine Gründung ebenfalls recht einfach und ohne Notar möglich ist sowie, dass ein persönlich haftender Gesellschafter für hohes Vertrauen von Banken und Vertragspartnern sorgt. Gleichzeitig können sich Gesellschafter beteiligen, ohne die unbeschränkte persönliche Haftung zu riskieren.

Worauf muss man bei der OHG achten?

Die OHG (Offene Handelsgesellschaft)

Die OHG ist im Grunde eine GbR, die als Handelsgewerbe betrieben wird. Die OHG muss im Handelsregister eingetragen werden. Änderungen der Gesellschafter, also Ein- oder Austritt, oder Änderung des Firmennamens oder Firmensitzes müssen im Handelsregister eingetragen werden. Als Kaufmann ist die OHG verpflichtet Bücher zu führen und eine Bilanzierung vorzunehmen.
Zudem ist die OHG gewerbesteuerpflichtig, wobei ein Freibetrag von € 24.500 besteht, sowie Umsatzsteuerpflichtig.

Die OHG ist wie die GbR rechtsfähig, kann Rechte und Verbindlichkeiten begründen und klagen und verklagt werden. Sie ist ebenfalls, abgesehen von der Eintragung, formlos durch Gesellschaftsvertrag gründbar und bedarf eines Zusammenschlusses mindestens zweier Personen. Die Gesellschafter haften im Außenverhältnis gesamtschuldnerisch persönlich mit ihrem Privatvermögen.
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Auch hier sollten im Gesellschaftsvertrag die wesentlichen Punkte – Gewinnverteilung, Vertretungsbefugnis, Haftung im Innenverhältnis – geklärt werden. Auch ist es sinnvoll, im Vertrag langfristig zu regeln, was bei Ausscheiden eines Gesellschafters für den Fall der Nachfolge gelten soll.

Andernfalls führen folgende Gründe nach Gesetz zum Ausscheiden eines Gesellschafters:

• Beschluss der Gesellschafter,
• Tod des Gesellschafters,
• Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Gesellschafters,
• Kündigung des Gesellschafters,
• Kündigung durch den Privatgläubiger des Gesellschafters,
• Eintritt von weiteren im Gesellschaftsvertrag vorgesehenen Fällen.

Wenn man eine andere Regelung wünscht, kann man dies im Gesellschaftsvertrag vornehmen.

Gleiches gilt für die Auflösung der Gesellschaft, die gem. § 131 HGB erfolgt aus folgenden Gründen erfolgt:

• durch den Ablauf der Zeit, für welche sie eingegangen ist,
• durch Beschluss der Gesellschafter,
• durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft,
• durch gerichtliche Entscheidung.

Auch für diese Punkte können abweichende vertragliche Regelungen getroffen werden.

BGB Gesellschaft – Was sollte man wissen?

BGB bzw. die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts

Die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts ist ein Zusammenschluss von mindestens zwei Personen zu einem Gemeinsamen Zweck. Diese muss an sich nicht wirtschaftlicher Natur sein. Im Geschäftsbereich ist die GbR jedoch eine häufig anzutreffende und äußerst beliebte Gesellschaftsform.

Die GbR ist eine eigene Rechtspersönlichkeit und kann eigene Rechte erwerben und Pflichten begründen. Sie kann Partei vor Gericht sein, Klage erheben und verklagt werden.

Die GbR bedarf keiner Eintragung und kann durch faktische Teilnahme am Rechtsverkehr gegründet werden. Es bedarf also an sich weder eines Gesellschaftsvertrages, noch sonst einer schriftlichen Vereinbarung. Gleichwohl sollte man eine vertragliche Regelung treffen, möchte man ein Unternehmen in dieser Gesellschaftsform betreiben. Mit Abschluss der Vertraglichen Regelung wird die Gesellschaft ebenfalls gegründet, auch wenn noch keine Teilnahme am Rechtsverkehr erfolgt ist. Im Gesellschaftsvertrag können alle wichtigen Punkte wie die Haftungsverteilung im Innenverhältnis, die Gewinnverteilung sowie die Geschäftsführungsbefugnis geregelt werden.

Der Name der Gesellschaft muss die Namen sämtlicher Gesellschafter beinhalten, kann jedoch um weitere Bezeichnungen, z.B. Produktbezeichnungen oder Markenbezeichnungen, ergänzt werden. So kann man nicht die „Lecker Schnitzel GbR“ gründen, jedoch die „Lecker Schnitzel Mustermann und Müller GbR“.

Im Außenverhältnis, also gegenüber Dritten, sind alle Gesellschafter gemeinsam geschäftsführungsbefugt. Es können jedoch im Innenverhältnis durch Gesellschaftsvertrag andere Regelungen vereinbart werden, z.B. eine Übertragung bestimmter Bereiche auf einen Gesellschafter oder eine mehrheitliche Beschlussfassung. Diese Vereinbarungen sind zwar gegenüber Dritten nicht wirksam, führen also im Falle des Verstoßes nicht zu einer Unwirksamkeit des gegen die Vereinbarung verstoßenden Geschäftsabschlusses, begründen aber ggf. im Innenverhältnis Schadensersatzansprüche gegenüber dem handelnden Gesellschafter.

Wer haftet bei der BGB?

Gegenüber Dritten haften zudem alle Gesellschafter als Gesamtschuldner. Ein Dritter kann also von jedem Gesellschafter die vollständige Erfüllung der Verbindlichkeit verlangen. Jeder Gesellschafter haftet dabei vollständig mit seinem Geschäfts- und Privatvermögen. Abweichende Regelungen können zwar im Gesellschaftsvertrag vereinbart werden, haben jedoch gegenüber dem Dritten keine Wirkung. Die Regelungen führen dann jedoch zu Ausgleichs- und Regressansprüchen der anderen Gesellschafter.

Des Weiteren sollte im Gesellschaftsvertrag die Gewinnverteilung geregelt werden. Ist jedoch im Vertrag nichts anderes bestimmt, erhält jeder Gesellschafter den gleichen Anteil am Gewinn oder Verlust, und zwar unabhängig von der Größe seines Geschäftsanteils.

Die Vorteile der Gesellschaft bürgerlichen Rechts sind ähnlich der des Einzelunternehmens.
Die Gründung ist günstig, einfach, formlos und ohne Mindestkapital möglich. Auch hat man ähnlich dem Einzelkaufmann aufgrund der persönlichen Haftung einen guten Stand bei Banken und Geschäftspartnern. Die Kehrseite ist jedoch, dass man persönlich mit dem Privatvermögen für sämtliche Verbindlichkeiten – also auch für die, die der Mitgesellschafter begründet – haftet.

Die GbR kann durch verschiedene Gründe aufgelöst werden, wobei die nachfolgende Aufzählung nicht abschließend ist:

• Beschluss aller Gesellschafter,
• Kündigung durch einen Gesellschafter, wenn vertraglich nichts anderes vereinbart,
durch Zeitablauf, wenn die Gesellschaft laut Vertrag nur für eine bestimmte Zeit gegründet wurde,
• durch Erreichen oder unmöglich werden des Gesellschaftszweckes, wenn ein solcher ausschließliches Ziel der Gesellschaft war,
• durch Tod eines Gesellschafters (es sei denn, es wurde im Gesellschaftsvertrag eine Fortsetzungsklausel vereinbart),
• Insolvenz eines Gesellschafters (ebenfalls vertraglich abdingbar),
• Vereinigung aller Gesellschaftsanteile in einer Hand (ein Gesellschafter verkauft seinen Anteil dem einzig anderen Gesellschafter).

Welche Gesellschaftsform passt zu Ihnen?

Personengesellschaften und die GmbH

Die Entscheidung der richtigen Gesellschaftsform ist von großer Bedeutung sowohl in Haftungsfragen als auch in Fragen des Verwaltungsaufwands und sollte immer auf den individuellen Geschäftszweck abgestimmt sein. Im Folgenden möchten wir kurz darlegen, welche Personengesellschaften es gibt und welche Vor- und Nachteile diese haben. Dies soll lediglich einen Überblick geben, wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Eingetragener Kaufmann (e.K.)
Der eingetragene Kaufmann ist ein Einzelunternehmer, der Handelsgeschäft betreibt, also Kaufmann im Sinne des HGB ist. Handelsgewerbe ist laut Gesetz jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert. Betreibt man kein Handelsgewerbe, kann man sich dennoch im Handelsregister eintragen lassen, ist jedoch nicht dazu verpflichtet.

GesetzMöchte man die Bezeichnung e.k. führen, muss man sich als Kaufmann in das Handelsregister eintragen lassen. Ohne Eintragung darf man sich im Geschäftsverkehr auch nicht als „Firma“ bezeichnen. Der eingetragene Kaufmann ist jedoch keine neue Rechtspersönlichkeit, man gründet also nicht wirklich ein neues Unternehmen, sondern führt die Geschäfte im eigenen Namen unter neuer Bezeichnung.

Bei der Geschäftsbezeichnung bzw. Wahl des Unternehmensnamens muss der vollständige Name des Unternehmers enthalten sein. Es ist also nicht möglich, einen Fantasienamen oder eine Produktbezeichnung zu verwenden. Gleichwohl kann man den eigenen Namen um eine Produkt- oder Tätigkeitsbezeichnung ergänzen, z.B. Restaurant „Max Mustermann“ oder „Max Mustermann Zimmerei“.
Ist man als Kaufmann eingetragen, ist man gesetzlich dazu verpflichtet, eine ordentliche Buchführung und Bilanzierung zu betreiben. Ohne Eintragung kann der Einzelunternehmer seinen Umsatz bis zu einer bestimmten Höhe durch die Einnahmenüberschussrechnung ermitteln.

Erklärt an einem aktuellen Beispiel

Der eingetragene Kaufmann ist als Betreiber eines Handelsgewerbes zudem gewerbesteuerpflichtig. Der nicht eingetragene Einzelunternehmer ist in der Regel ebenfalls Gewerbesteuerpflichtig, solange er keine selbständige Tätigkeit i.S.d. § 18 EStG betreiben (also nicht Ärzte, Anwälte etc. sind). Außerdem sind Einzelunternehmen, ob eingetragen oder nicht, umsatzsteuerpflichtig, solange sie nicht von der kleinunternehmer-Regelung Gebrauch machen (in dem Fall darf der Gesamtjahresumsatz € 17.500 nicht übersteigen).

Das Einzelunternehmertum bietet jedoch auch viele Vorteile. So ist für die Gründung kein Mindestkapital erforderlich, sie ist unkompliziert, formlos und günstig. Man hat die volle Entscheidungsfreiheit, kann über die Geschäfte und das Betriebsvermögen frei verfügen und muss den Gewinn mit niemandem teilen. Außerdem, und dies ist nicht zu unterschätzen, steht man mit seinem Namen und seiner persönlichen Haftung für seine Handlungen gegenüber dritten ein, was ein hohes Ansehen mit sich bringt. Geschäftspartner und Banken bringen einem dadurch hohes Vertrauen entgegen.

Der offensichtliche Nachteil ist natürlich, dass man eben persönlich mit dem gesamten Privatvermögen für Verbindlichkeiten haftet.
Weitere Personen können nicht Mitgesellschafter werden, in dem Fall wird das Einzelunternehmen zu einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Es ist jedoch möglich, dass sich weitere Personen lediglich finanziell als stille Gesellschafter beteiligen, nach Außen jedoch nicht in Erscheinung treten.